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Aphasiker-selbsthilfe in Hamburg


Aphasiker-Selbsthilfe in Hamburg e.V.

 

Sprachlos, aber gemeinsam Aphasiker-selbsthilfe in Hamburg

Die Aphasiker-Selbsthilfe in Hamburg e.V.. lud zum “Aphasiker-Tag“ in die Räume des Bezirksamts Nord in Eppendorf ein.
Nach dem Motto “Sei kein Frosch, komm zu uns“ füllte sich der Sitzungssaal zunehmend.
Junge Logopäden Schüler-/innen aus Bad Malente-Grevsmühlen, der Vorstand der Aphasiker aus Niedersachsen, Mitglieder aus den Selbsthilfegruppen und ihre Angehörigen belegten die Stühle.
Nach den Grußworten des ersten Vorsitzenden Klaus Lücke, stellte Frau Amslinger den Bundesverband für die Rehabilitation der Aphasiker e.V. vor.

 


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Im Anschluss folgte ein Vortrag von Frau Dr. Luise Lutz
(Linguistin, Buchautorin) unter dem Motto “Mit der Welt in Kontakt bleiben“.
Sie machte allen bewusst, dass Aphasie für Betroffene und Angehörige gleichermaßen schwer ist. Denn wenn die Sprache, die wichtigste Verbindung von Mensch zu Mensch, durch  Hirntumor, Schlaganfall, Infektion oder Unfall ausbleibt, fühlen sich auch die Angehörigen oft hilflos.
Doch alles was die Sprache aktiviert (Gesten, Zeichnungen oder
Augenkontakt) kann eine Aphasie verbessern.
Das es sich lohnt für ein selbstbestimmtes Leben zu üben und zu lernen, machte uns Wolf Spittler in seinem Vortrag „Alltag eines Aphasikers“ verständlich.
Dr. med. und Dipl-Psychologe Klaus Stecker zeigte in seinem Bericht, dass sich Aphasie und Autofahren kombinieren lassen, wenn medizinische Tests zur Fahrtüchtigkeit gemacht werden.
Allerdings sollte sich der Fahrer/-in immer der Verantwortung, die das Autofahren mit sich bringt, bewusst sein.

Während der Mittagspause hatten die Teilnehmer Gelegenheit am Büchertisch zu stöbern und sich zu unterhalten.

Den Nachmittag begann der Neurologe Prof. Dr. Walter Huber mit einem Vortrag über „Aphasie, aktuelle Behandlungsmöglichkeiten“. Eindrucksvoll stellte er dar, wie das Gehirn sich im Laufe der Zeit „selbst hilft“.


Ab 14.00 Uhr konnten sich die Teilnehmer an Workshops beteiligen.

Angehörige tauschten sich mit der Sozialpädagogin Frau Svenja. J. Speckin im „Angehörigentreff“ aus.
Der Ergotherapeut Jan Seifert stellte praktische Hilfsmittel (z.B. Zahntuben-Ausdrück-Hilfe, Strumpfanzieher und Schließhilfe) im Alltag vor.
Um das Kurzzeitgedächtnis in Schwung zu bringen, gab es den Workshop „Mentales Aktivierungstraining“ mit der Logopädin Frau Heike D. Grün.
Parallel zu den Arbeitsgruppen lief der Vortrag „Kommunikation mit Aphasie“ von Frau Dagmar Amslinger.
Zum Abschluss dieses gelungenen ersten Aphasiker-Tages, spielte das Reha-Jazz-Trio auf und
der Aphasiker Gerhard Reinhold las Passagen aus seinem selbst geschriebenen Buch “Zum Schweigen verurteilt“.
Wer den Aphasiker-Tag der Selbsthilfe Hamburg e.V. verpasst hat, dem sei versichert „Es wird ein nächstes Mal geben“.

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erstellt am 21.06.2002
aktualisiert am 23.04.2012

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